Das bin ich
Ich heiße Marion Wellmann und wurde am 14.06.1984 in Berlin geboren, wo ich auch aufwuchs und meinen Realschulabschluss machte. Im Anschluss besuchte ich 1 Jahr lang das katholische Schulzentrum Edith Stein, eine Fachschule für Sozialpädagogik. In dieser Zeit absolvierte ich ein sechswöchiges Praktikum in einem Kindergarten in Berlin Kreuzberg.
Die Liebe verschlug mich jedoch nach Höxter, wo ich eine Lehre zur Bäckereifachverkäuferin bei der Bäckerei Engel begann. Mit der Geburt meines ältesten Sohnes (Jan, 2002) stellte ich fest, wie schwierig es ist, eine passende Kinderbetreuung zu finden, die die Arbeitszeiten im Handel abdeckt und gleichzeitig dem Kind gerecht wird. Zu dieser Zeit übernahm meine Schwiegermutter die Betreuung zu den Zeiten, in denen der Kindergarten geschlossen hatte.
Nach Abschluss der Ausbildung und der Geburt meiner beiden Töchter ( Caja, 2006 und Finnya, 2007)
wechselte ich den Arbeitgeber und arbeitete von nun an im Einzelhandel bei Lidl, wo ich auch meinen Mann (Rene, 1986) kennenlernte.
Der Gedanke, einen Beruf mit Kindern ausüben zu können, ließ mich jedoch nie so ganz los und nach der Geburt meiner beiden jüngsten Söhne (Matti, 2017 und Michel, 2018) stand für mich die Entscheidung fest, dass ich als Kindertagespflegeperson arbeiten möchte.
Erfahrungen mit Kindern habe ich in den letzten Jahren ausgiebig sammeln dürfen, sowohl bei meinen eigenen, als auch bei Kindern von Freunden und Kollegen.
Den Qualifizierungsgrundkurs für Kindertagespflegepersonen besuchte ich vom 05.02.19 bis zum 29.06.19.
Nun finden regelmäßige, pädagogische Fort- und Weiterbildungen statt, sowie alle 2 Jahre ein Erste Hilfe Kurs für Babys und Kleinkinder.
Wen ich nicht vergessen möchte, ist unsere Hündin (Penny, 2014) die wir, als wir nach Boffzen zogen, aus Sardinien adoptiert haben. Sie ist ein ruhiger, verschmuster und liebevoller Mischling. Wenn es ihr zu laut und trubelig wird, hat sie die Möglichkeit, sich ins obere Stockwerk zurückzuziehen.
Im März 2020 startete ich mit den Primelchen! Vorerst bot ich 2 Betreuungsplätze an, aus denen ganz schnell 5 wurden.
Zwischen 7 und 15 Uhr von Montag bis Freitag können eure Kinder zu mir kommen.
Die Schließzeiten gebe ich frühzeitig bekannt.
Hier halten wir uns auf
Unser 150 m² großes Haus ist das ehemalige Pfarrheim der katholischen Kirche in Boffzen und steht mitten im Ortskern zwischen dem „Oberdorf“ und dem „Unterdorf“ neben der katholischen Kirche.
Je 200 m und 400m entfernt befinden sich Spielplätze. Der Kindergarten „Himmelsleiter“ und auch die örtliche Grundschule sind zu Fuß in 5 Minuten zu erreichen.
50 m Fußmarsch trennen uns von einem kleinen Bach, der mitten durch den Ort fließt.
Der ca. 650 m² große Garten ist komplett umzäunt und kann somit gefahrlos und intensiv genutzt werden.
Im Garten befindet sich ein riesiger Sandkasten (15m2), ein kleiner Matschtisch, 2 Schaukeln (1 davon für kleinere Kinder), wirklich Fahrzeuge, ein paar Gemüsebeete, ein Sandkasten und im Sommer ein kleines Planschbecken.
Das Highlight sind allerdings die beiden kleinen Schweine unserer Nachbarn namens Rudi und Babe. Diese können wir vom Garten aus gut beobachten.
Für Ausflüge stehen uns mein Auto, ein elektrisches Lastenfahrrad mit 5 Sitzplätzen für die Kinder, ein 6er Kinderbus, eine Lenny Lamb Rückentrage und ein faltbarer Bollerwagen zur Verfügung.
Parkplätze haben wir in ausreichender Zahl direkt vor der Tür.
Geraucht wird bei uns im Haus nicht!
Das Haus hat 2 Etagen, von denen wir großteils die untere nutzen werden. Ein großes Wohn-, Ess- und Spielzimmer, unsere Küche, der Flur mit Kamin (die Treppe und der Kamin sind gesichert) und eine Toilette mit Waschbecken steht uns zur freien Verfügung. Im 1. OG befindet sich ein kleines Spielzimmer. Dieses dient gleichzeitig als Schlafraum. Jedes Tageskind bekommt seine eigene, bunte Liege mit waschbarem Bezug und bringt sich entweder einen Schlafsack oder eine Kuscheldecke mit.
Ein Badezimmer mit Dusche und Badewanne ist im 1.OG vorhanden.
Das große Zimmer, in dem wir uns hauptsächlich aufhalten, verfügt über einen kleinen Tisch zum Malen, Kneten und Lego bauen, eine Kinderküche mit Zubehör, eine kleine aber feine Sammlung von Gesellschaftsspielen und Puzzles, eine Holzkugelbahn von Haba, eine Bogenleiter zum Wippen und/oder klettern und rutschen, XXL Softbausteine, eine Toniebox, Lego Duplo, einen Holzpuppenwagen und ein Spieltrapez. BÜCHER über viele verschiedene Themen (Wimmelbücher, Sachbücher und Bücher zum Vorlesen) haben wir natürlich auch. Diese Sammlung erweitere ich stets und mit großer Leidenschaft, ebenso leihen wir auch regelmäßig neuen „Lesestoff“ aus der Höxteraner Bücherei aus.
Am Esstisch hat jedes Kind einen eigenen Stuhl, der an seine Größe angepasst ist.
Die Garderobe im Flur bietet Platz für Schuhe, Jacken, Trinkflasche und Nuckel.
Die Toilette ist recht klein, wurde aber 2015 komplett saniert. Ein Toilettensitz und ein Hocker für die Hilfe beim Händewaschen sind ebenfalls vorhanden.
Meine Schwerpunkte
Ziele für die pädagogische Arbeit mit Kindern
Als Tagesmutter habe ich laut § 22 SGB VIII die Aufgabe, die Entwicklung des Kindes zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu fördern, die Erziehung & Bildung in der Familie zu unterstützen, zu ergänzen und den Eltern dabei zu helfen, Erwerbstätigkeit und Kindererziehung besser miteinander vereinbaren zu können. Der Förderauftrag umfasst Erziehung, Bildung und Betreuung des Kindes.
Dies ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, die ich mit folgenden Punkten umsetzen möchte:
Hauptpfeiler
- Eingewöhnung/Bindung
- Selbstständigkeit/Partizipation
- Umwelterziehung/ Nachhaltigkeit
- Gesundheit und Ernährung
- Hygiene und Sauberkeits“erziehung“
- Förderung von Sozialkompetenzen
- sprachliche, sowie motorische Bildung
Eingewöhnung/Bindung
Eine individuelle Eingewöhnung ist sehr wichtig, da jedes Kind seinen eigenen Rhythmus hat und unterschiedlich lang braucht, um in unsere Gruppe zu integrieren und Vertrauen zu mir zu fassen. Für diese Eingewöhnungszeit brauchen wir etwa 1-4 Wochen (unter Umständen auch länger). Sie ist abgeschlossen, wenn euer Kind eine Bindung zu mir aufgebaut hat, mir vertraut und sich von mir trösten lässt.
Ich orientiere mich dabei am Berliner Modell.
Selbstständigkeit/Partizipation
Das habe ich noch nie vorher versucht, also bin ich völlig sicher, dass ich es schaffe.
(Pippi Langstrumpf)
Ich möchte die Kinder auf das Leben und die damit verbundenen Herausforderungen vorbereiten. Der Leitsatz von Maria Montessori „Hilf mir, es selbst zu tun.“ trifft genau meine Ansicht. Denn Selbstständigkeit bedeutet nicht nur, alleine essen oder sich die Schuhe zubinden zu können. Es bedeutet selbstständiges Denken, Urteilen und Handeln, aus Erfolg, Misserfolg und Erfahrungen lernen zu können und zu dürfen. Kinder möchten und dürfen nicht permanent bevormundet werden! Sie wollen die Welt mit allen Sinnen erforschen. Ich bin dabei die „Forschungsassistentin“. Ich unterstütze die Kinder in ihrem Tun, beobachte und halte mich zurück.
Umwelterziehung/Nachhaltigkeit
Dies heißt für mich, Kindern die Natur nahezubringen und ihnen den Kreislauf zwischen der Menschen, Tier- und Pflanzenwelt zu erklären und durch bewusstes Vorleben und Aufzeigen, die Kinder für Umwelt- und Naturschutz zu sensibilisieren.
Dies geschieht durch:
- Mülltrennung/Müllvermeidung
- sparsamen und achtsamen Umgang mit Wasser
- aufmerksames Nutzen von Energie (Strom, Heizung, Licht, etc.)
- respektvollen Umgang mit Tieren und Pflanzen
Gesundheit und Ernährung
Die Kinder bringen ihr Frühstück von zu Hause mit. Vielseitigkeit und Abwechslung in der Brotdose wären schön. Süßigkeiten dürfen gern nachmittags mit Mama und Papa gemeinsam verputzt werden. Zu besonderen Anlässen gibt es auch mal etwas Süßes (in kleinen Mengen und für alle).
Mittags koche ich ausgewogen und abwechslungsreich.
Da ich, wie oben schon erwähnt, den Kindern einen respektvollen Umgang mit Tieren vorlebe, ernähre ich mich vegan und koche auch so. Die Kinder dürfen mich dabei unterstützen. Dies beginnt mit einem Besuch auf dem Wochenmarkt oder dem örtlichen Supermarkt, wo wir gemeinsam einkaufen und die Lebensmittel erkunden können.
Wir pflanzen im Garten auch gemeinsam Gemüse an, beobachten wie es wächst, fühlen, riechen, ernten und essen es gemeinsam.
Natürlich dürfen die Kinder auch beim Kochen helfen. Wasser in Gefäße füllen, abwiegen, schneiden, schälen, usw.)
Während der gesamten Betreuungszeit biete ich den Kindern Wasser zu trinken an.
Die Kinder dürfen selbst entscheiden, was und wie viel sie essen möchten. Keiner wird zum Probieren oder gar Aufessen gedrängt.
Besteck biete ich an, es muss jedoch nicht benutzt werden, da die Kleinen die Wärme und Konsistenz des Essens selbst erfühlen wollen und dürfen. Es dauert meist nicht lange, bis sie von sich aus zum Besteck greifen.
Beim Beikoststart bin ich gern behilflich. Die Gerichte werden dann so gereicht, dass der Start den Kleinen leicht fällt. Hierzu habe ich mich ausgiebig mit Baby- led Weaning beschäftigt und kann so einen breifreien Beikoststart ermöglichen.
Hygiene
Das Waschen der Hände (vor und nach den Mahlzeiten) sowie das Zähneputzen (mittags) sind mir wichtig.
Ich wickle nach Bedarf, jedoch mindestens 1 x vormittags und nach dem Schlafen.
Sauberkeits“erziehung“
Ich biete kein Töpfchentraining im klassischen Sinne an, denn auch bei diesem Thema bin ich der Meinung, dass Kinder von alleine wissen, wann sie diesen (für sie) großen Schritt gehen möchten. Bekunden sie Interesse an Toilette oder Töpfchen, werde ich mit euch sprechen und schauen, wie wir die Kleinen gemeinsam unterstützen können. Ich werde sie bestärken, jedoch nicht drängen, denn dies führt zu Frustration und bringt eher den gegenteiligen Effekt.
Bei meinen eigenen Kindern habe ich positive Erfahrungen mit Stoffwindeln und Teilzeitwindelfrei machen können.
Generell bin ich für vieles offen. Sprecht mich einfach an.
Förderung von Sozialkompetenzen
Die Kinder in der Gruppe haben nicht immer alle das gleiche Alter. Sie können viel voneinander lernen, indem sie sich gegenseitig helfen und respektieren.
Die Größeren lernen Rücksicht zu nehmen, sind aber auch gleichzeitig Vorbilder - die Kleineren ahmen die Großen nach und schauen zu ihnen auf.
Kinder erleben in der Gruppe neue Grenzen, müssen durchaus mal rücksichtsvoll sein und andere akzeptieren. Hier kommt es gerade anfangs schnell mal zu Konflikten, bei denen ich notfalls regulierend einschreite.
Prinzipiell fördere ich es aber, dass die Kinder den Streit selbst beenden und eine Lösung finden. Unter Umständen gebe ich Lösungsvorschläge.
Um die Fähigkeit zu erlangen, Sozialkompetenzen zu erwerben, muss ein Kind seine Emotionen (Gefühle) kennen, damit umgehen und sie benennen können. Für die Entwicklung benötigt es sensible und konstante Bezugspersonen. Ich möchte dazu beitragen, den Kindern diese Fähigkeiten zu vermitteln und ihnen Gefühle und Mitgefühl vorzuleben.
Sprachliche und motorische Bildung
Auch hier hole ich jedes Kind dort ab, wo es steht. Ich biete Möglichkeiten zum Rennen, Hüpfen, Klettern und Balancieren um die Entwicklung der Raumwahrnehmung zu fördern. Dies geschieht natürlich auch und gerade draußen, da es dort unzählige Möglichkeiten gibt. Für den Innenbereich haben wir z.B. unsere XXL Bausteine und Matten, sowie ein Wobbelboard und das Kletterdreieck mit Rutsche. Hiermit können die Kinder kreativ sein und klettern, rutschen, springen, kriechen, balancieren. Ebenfalls nutzen wir alle Arten von Bällen um uns zu bewegen aber auch um sie zu rollen, zu werfen und auch zu fangen.
Um die sprachliche Kompetenz zu fördern, singen wir (unter anderem). Die Kinder singen schnell mit. Anfangs ein paar Schlüsselwörter, ein wenig später ganze Textpassagen. Außerdem benenne im Alltag viele Dinge, die die Kleinen dann auch zügig zuordnen und nachsprechen können. Beim Vorlesen und Ansehen von Büchern lernen die Kleinen mit viel Spaß ganz schnell die ersten Worte und können sich dabei trotzdem entspannen.
Fingerspiele, Singspiele und Kniereiterverse gehören auch fest in unseren Alltag und werden tagtäglich mit großer Vorfreude von den Kindern eingefordert.